Oberfr. Bauernhofmuseum Kleinlosnitz

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Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz
Kleinlosnitz 5
95239 Zell i. Fichtelgebirge
Tel. 09251/3525 • Fax 09251/430563
E-Mail: museum@kleinlosnitz.de

www.kleinlosnitz.de


ÖFFNUNGSZEITEN

2. Februar - 30. April und 1. Oktober - 15. November
Dienstag bis Freitag... 13:00-16:00 Uhr
Samstag und Sonntag  13:00-17:00 Uhr

1. Mai - 30. September
Dienstag bis Freitag ...10:00-16:00 Uhr
Samstag und Sonntag  10:00-17:00 Uhr

EINTRITTSPREISE
Erwachsene 3,00 €    
Schüler und Behinderte 2,00 €
Gruppenpreis 2,50 €/1,50 €
Familienkarte  6,00 €


Geschichte


Seit 1983 besteht das Oberfränkische Bauernhofmuseum Kleinlosnitz mit seinen am ursprünglichen Ort erhaltenen Höfen. Der Dietelhof, ein strohgedeckter Vierseithof des späten 18. Jahrhunderts, stellt mit der originalen Einrichtung eines der wertvollsten ländlichen Baudokumente Oberfrankens dar. Der Wirtschaftshof war alter Besitz der Familie Dietel, die seit über 400 Jahren in Kleinlosnitz lebt. Die Baugeschichte dieses „Urkundhofes“ und das Leben der Bewohner sind anhand außergewöhnlich zahlreicher Urkunden und Schriftstücke bis ins Detail bekannt. Vom Keller bis zum Spitzboden, von der Schwarzen Küche bis zum Bienenhaus, vom Kachelofen bis zu den Ahornbäumen vor dem Tor ist der Hof ungestört erhalten. Um die Gebäude in ihrer Eigenart zu erhalten, werden auch heute noch alte Handwerkstechniken ausgeübt. In der großen Halle werden wechselnde Ausstellungen aus eigenen Beständen und aus überregionaler Zusammenarbeit gezeigt. Das Gedächtnis der ländlichen Lebenswelten ist im Museumsarchiv im Kellergeschoss beheimatet. Kleine Nebengebäude wie Flachsbrechhaus, Bienen- und Taubenhaus, Viehwaage und ein historisches Windrad runden das außergewöhnliche Ensemble ab.

Heute können Gäste hier Feste feiern und spielend lernen. Die Scheune, die Gaststube mit den knarrenden Dielenbrettern und der Hofraum dienen als Veranstaltungsorte. Der Schupfen wird für museumspädagogische Aktionen und als Ausgangspunkt für die Forscherreise durch das Museum genutzt.


Feierliche Verabschiedung von Museumsleiter Bertram Popp

Der Termin war bewusst gewählt: Am Lichtmess-Tag, der traditionell der wichtigste Tag für Knechte und Mägde zum Wechsel ihres Dienstherrn war, wurde nun Bertram Popp als Leiter des Oberfränkischen Bauernhofmuseums Kleinlosnitz offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Bei einer Feierstunde blickten der Zweckverband des Museums, Kollegen und Weggefährten gemeinsam mit Bertram Popp auf über 40 Jahren engagierter und sehr erfolgreicher Arbeit zurück. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe Duudn & Bloosn.

Der Zweckverbandsvorsitzende Landrat Dr. Oliver Bär begrüßte die Gäste zu „diesem für das Bauernhofmuseum schon historischen Moment“. Er dankte Bertram Popp für das über Jahrzehnte Geleistete. Aus kleinen Anfängen habe er maßgeblich dazu beigetragen, das Bauerhofmuseum zu seiner jetzigen Größe zu erweitern und mit neuen Ideen zu einem lebendigen Museum zu machen. „Und Sie haben dadurch dazu beigetragen, sowohl der Landwirtschaft als auch der Region ein Mehr an Bewusstsein, ein Mehr an Selbstbewusstsein zu geben.“

In einer Gesprächsrunde mit dem Landrat ließen Horst Penzel (Erster Bürgermeister von Zell i.F.), Martin Morgenroth (2. Vorsitzender des Fördervereins des Museums) und Livia Forche (Nachfolgerin in der Museumsleitung) die gemeinsame Zeit mit Bertram Popp Revue passieren.

Die Festvorträge hielten Bezirksheimatpfleger Professor Dr. Günter Dippold, Vorsitzender des Fachbeirates des Bauernhofmuseums, und Dr. Herbert May, Geschäftsführer des Arbeitskreises Hausforschung e. V. sowie ehemaliger Direktor des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim. Sie hoben die herausragenden Verdienste Bertram Popps für das Museum sowie für die Erforschung des bäuerlichen Alltagslebens und der Baugeschichte hervor.

„Dass es das Museum gibt, ist seinem Gründer Karl Bedal zu verdanken. Wie sich das Museum entwickelt hat, ist das Verdienst von Bertram Popp“, so Prof. Dr. Dippold. „Von der Größe her ist das Museum ein Zwerg unter Riesen, doch der Zwerg hat sich Respekt verschafft dank der Arbeit, die hier seit Jahrzehnten geleistet wird.“ Zudem blickte Professor Dippold auf Popps umfangreiches ehrenamtliches Engagement. Nicht zuletzt habe er überdies am aktuell laufenden Antrag auf Aufnahme der regionalen Wiesenfeste in das immaterielle Kulturerbe maßgeblich mitgewirkt. „Bertram Popp hinterlässt ansehnliche Spuren“, so Prof. Dr. Dippold. „Ich wünsche seiner Nachfolgerin Livia Forche den Mut und die Kraft, das bisher Geleistete zu respektieren und gleichzeitig eigene Wege zu gehen.“

Dr. Herbert May betonte den wertvollen und umfassenden Beitrag Bertram Popps zur oberfränkischen, aber auch zur gesamtbayerischen Hausforschung. Insbesondere als Experte für historische Frackdachhäuser, Strohdächer, Blockhäuser, den Wiederaufbau von Ortschaften nach Zerstörung sowie für vielerlei Themen der bäuerlichen Lebenswelt hat er sich einen Namen gemacht, „hervorragend recherchiert“ und viel veröffentlicht. „Die Erkenntnisse zum historischen Hausbau im nördlichen Oberfranken verdanken wir ganz wesentlich Bertram Popp“, so Dr. May.

In seinen Schlussworten verbeugte sich Bertram Popp symbolisch in alle Himmelsrichtungen und dankte den dortigen Weggefährten, wie dem Zweckverband, den Förderern, den Nachbarn in Kleinlosnitz, Mitarbeitern, Kollegen und seiner Familie. „Es ist eine Gnade, so lange an einem Arbeitsplatz wirken zu dürfen.“

Dass Bertram Popp einen erfüllten Ruhestand haben wird, dessen darf man sich gewiss sein. Als Kreisheimatpfleger, in der Jury des Oberfränkischen Wortes des Jahres, in der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik, beim Gesprächskreis Colloquium Historicum Wirsbergense oder als Stadtrat von Schwarzenbach an der Saale wird er auch und gerade im Ruhestand weiterhin wirken.

Gruppenbild (von links):
Sie blickten bei der Verabschiedungsfeier gemeinsam auf das Wirken von Museumsleiter Bertram Popp zurück: Erster Bürgermeister Horst Penzel (Zell i.F.), Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold (Fachbeirat), Dr. Herbert May (Arbeitskreis Hausforschung), Livia Forche (neue Leiterin Bauernhofmuseums Kleinlosnitz), Bertram Popp, Martin Morgenroth (Förderverein Bauernhofmuseum Kleinlosnitz), Ulla Stumpf (Verwaltung Zweckverband), Landrat Dr. Oliver Bär (Zweckverbandsvorsitzender)

Landratsamt Hof
Pressestelle


Juni 2024: Die Gaststube im Museum Kleinlosnitz ist wieder geöffnet!

Das Oberfränkische Bauernhofmuseum Kleinlosnitz betreibt die Gaststube und den Biergarten nun in eigener Regie. Museumsmitarbeiter Jonathan Wagner kümmert sich um Organisation und Einkauf. Ina Döge, die viele Museumsgäste als frühere Pächterin bereits gut kennen, ist in Teilzeit angestellt und Ute Bösl verstärkt das Brotzeitstuben-Team an den Wochenenden.

Die Gaststube ist von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen von 13:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Gruppen können nach Anmeldung bewirtet werden. Eine Kontaktaufnahme ist möglich zu den Öffnungszeiten des Museums unter der Nummer 09251 / 430564 oder unter 09251 / 3525.

Außerdem ist auch das Team für die handwerklichen Arbeiten im Bauernhofmuseum wieder komplett. Bernd Schuberth und Jonathan Wagner kümmern sich um das Gelände, um Bauunterhalt und Reparaturen und um die Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen und Ausstellungen. Das Besondere: Im Museum werden auch Arbeiten ausgeführt, die meist schon in Vergessenheit geraten sind, wie zum Beispiel das „Erpflhacken“.

Pressetext Gaststube und Bilder: Landkreis Hof